Hansestadt Hamburg

Genau wie andere bedeutende Städte entstand Hamburg aus der Notwendigkeit heraus. Die heutige Hafenstadt im Norden Deutschlands war schon immer ein Knotenpunkt für den Handel zu See, auf der Elbe oder zu Land. Zur Sicherung vom einstigen Landhandel brauchte es Stützpunkte. Im Jahr 810 wurde die Befestigungsanlage Hammaburg errichtet, aus der die Stadt Hamburg hervorging, die bereits 834 erste Münzen prägte. Um 1189 erlangten die Hamburger das Hafen- und Marktrecht. In dieser Zeit organisierten sich Handwerker in Zünften und die Hanse entstand, der Hamburg schnell angehörte. Handwerk und Handel kamen in Fahrt, womit sich in Norddeutschland die Backsteingotik mit Ziegelbauten etablierte. Vorher wurde überwiegend mit Holz gebaut.

Hamburg erlebte mit der Hanse eine lang anhaltende Blüte. Einfache Bürger konnten erstmals gesellschaftlich aufsteigen, sich Wohlstand und Macht aneignen und die Machtposition von Adel und Klerus zurückdrängen. Mit den entstandenen Strukturen blieb die Hafenstadt auch nach dem Niedergang der Hanse ein Knotenpunkt für den Handel.

Hamburg

Hamburg damals

An Handelsstützpunkten siedeln immer erste Menschen. Diese erhalten Waren aus der Ferne. Häufig entsteht deswegen am Handelsposten eine Warenverarbeitung, die wiederum den Handel fördert. Hamburg wurde durch den Warenhandel im Laufe der Jahrhunderte zugleich eine Arbeiterstadt. Das Handwerk ging in Manufakturen, in Fabriken und dann in die Industrie über. Hamburg ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort mit bester logistischer Anbindung. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis über zwei Millionen Menschen in der alten Hafenstadt leben.

die Hamburger

Mit dem Handel kommt durch die Waren auch der Wohlstand nach Hamburg. Neben den Wohnvierteln für Arbeiter entstehen aufwendige Bauwerke in besseren Lagen. Die Hamburger sind inzwischen vielfältig, da sie mit dem Warenhandel aus allen Erdteilen stammen. Händler, die ständig im Hafen ihre Waren löschen, bauen immerhin ein Kontor und Wohnhäuser für einige Arbeiter. Über die Hälfte der Hamburger sind Ausländer oder haben ausländische Wurzeln. Das spricht für Hamburg, da die Hamburger dadurch weltoffener sind. Wer aus fernen Ländern hinzukommt, der fühlt sich direkt heimischer.

Hamburgs Arbeitsplätze

Wo viele Menschen arbeiten, da muss die Arbeit geplant und beaufsichtigt werden. Ab 1919 ist Hamburg eine Hochschul- und Unistadt. Auch dadurch finden Menschen aus aller Welt nach Hamburg und bleiben vielleicht für immer.

Inzwischen sind Hamburgs Arbeitsplätze nicht mehr nur durch einfache Arbeiten geprägt. Schon lange vollzieht sich ein Wandel der Unternehmen zu Spitzentechnologien wie der Raumfahrt oder Biowissenschaften.

Hamburg Ebe

Hamburgs Charakter

Hamburgs Charakter ist also nicht ausschließlich der einer Hafen- und Arbeiterstadt. Das Leben ist in der Millionenstadt inzwischen kunterbunt gemischt. Hamburg bleibt mit den Häfen das Tor zur globalisierten Welt und kann selbst in Krisenzeiten nicht komplett abgehangen werden. Auch in schlechten Zeiten braucht das Hinterland einen Warenaustausch, ohne die große Hafenstadt geht es nicht.

In Hamburg kommt also jeder gut unter, ob ungeschulte Hilfskraft oder studierter Wissenschaftler. Es gibt ganz verschiedene Wohnlagen, damit jeder sich sein Leben noch leisten kann oder seine passende Nachbarschaft findet. Selbst wenn die Hamburger sich wegen der rasanten technischen Fortschritte mit ihrer alten Hansestadt in einem schnellen Wandel befinden, so bleibt Hamburg als Hafenstadt in der Globalisierung das Tor zur Welt.

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