Eigenheim geplant? Der Immobilienkredit als weitere Darlehensoption

Immer mehr junge Familien in Deutschland denken frühzeitig darüber nach, sich den Wunsch von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Dieses Vorhaben ist durchaus begrüßenswert, denn immerhin kann die eigene Immobilie später als private Altersvorsorge genutzt werden und gibt schon zu Lebzeiten finanzielle Sicherheit. Trotzdem ist es in den letzten Jahren gerade für jüngere Familien schwerer geworden, seitens der Bank eine Kreditzusage zu erhalten. Dies liegt vor allem daran, dass im Rahmen einer Immobilienfinanzierung von immer mehr Kreditinstituten eine Mindestquote an Eigenkapital gefordert wird. Diese kann von Familien, in denen die Eltern beispielsweise zwischen 20 und 30 Jahren sind, oftmals noch nicht erfüllt werden. So ist es nicht selten der Fall, dass mindestens 20 Prozent Eigenkapital mit in die Finanzierung eingebunden werden sollen. Das bedeutet, dass bei einem Kaufpreis von beispielsweise 180.000 Euro mindestens 36.000 Euro an Eigenkapital vorhanden sein müssen, damit die Bank die Finanzierung genehmigt. Aus diesem Grund ist es für für junge Familien besonders wichtig, dass sie zumindest etwas Eigenkapital angesammelt haben, bevor sie einen Kreditantrag bei der Bank stellen.

Darüber hinaus sollten Sie unbedingt die Angebote am Markt vergleichen, denn aufgrund der hohen Darlehenssummen und langen Laufzeiten können schon kleinste Zinsunterschiede bei den Hypothekenzinsen dazu führen, dass Ihre monatliche Rate geringer ausfällt und Sie sich die Finanzierung überhaupt leisten können. Bei den Immobiliendarlehen gibt es zudem unterschiedliche Varianten und auch staatliche Unterstützung ist möglich, beispielsweise in Form der KfW-Kredite.

Zudem gibt es seit einem Jahr für junge Familien eine besondere Förderung, die ideal im Zusammenhang mit dem Eigenheim genutzt werden kann: das Baukindergeld. In diesem Fall erhalten Sie nämlich pro Jahr und Kind ein Betrag von 1.200 Euro vom Staat geschenkt, der dem Eigenkapital in der Baufinanzierung zu fließen kann. Zusammengefasst ist es für junge Familien also zwar schwerer geworden, eine passende Baufinanzierung zu finden, aber unter bestimmten Voraussetzungen kann auch diese Finanzierungsoption realistisch sein.

Finanziellen Verhältnisse ordnen und Umschuldung vornehmen

Nicht immer geht es bei jungen Familien und beim Thema Finanzierung darum, einen neuen Kredit aufzunehmen. Manchmal kann es zudem sinnvoll sein, zunächst die finanziellen Verhältnisse zu ordnen und in dem Zusammenhang auch eine Umschuldung vorzunehmen. Dies ist unter Umständen sinnvoll, wenn Sie Ihren Dispositionskredit schon länger in großem Umfang nutzen, denn dann ist der Ratenkredit die definitiv günstigere Variante. Aber auch mehrere kleinere Kredite, die vor allem junge Erwachsene häufig aufnehmen, können sinnvollerweise manchmal in einen günstigeren und großen Kredit umgeschuldet werden.

Für junge Familien ist es nämlich besonders wichtig, die eigenen finanziellen Verhältnisse zu ordnen, da die Gefahr einer Überschuldung nicht gering ist. Im Finanzierungsbereich gibt es letztendlich einige Möglichkeiten, wie junge Familien die passende Finanzierung durchführen können. Dabei sollte jedoch immer darauf geachtet werden, dass die monatliche Rate gut tragbar ist. Ist dies in der ersten Berechnung nicht der Fall, lässt sich zum Beispiel durch eine längere Laufzeit die Rate reduzieren, sodass der Kredit dann vielleicht besser tragbar ist. Zudem sollten Sie stets ein finanzielles Polster haben, denn unvorhergesehene Ausgaben sind gerade bei Familien mit Kindern nahezu an der Tagesordnung.